Dummy Seminar Anke & Petra

Wo der Wald dicht ist und dornenreich, es also wirklich etwas zu erleben gibt, dorthin hatte die Bezirksgruppe Bayerisches Voralpenland zum Dummy-Training mit Anke Bogaerts und Petra Ritzerfeld eingeladen. Zu verdanken ist es Lexa Klein von Wisenberg, die privaten Forst bei Dingolfing als Übungsgelände zur Verfügung stellte.

Für etliche der 15 Mensch-Hund-Teams bedeutete es eine weite Fahrt – ein Ehepaar reiste sogar aus Berlin an. Gelohnt hat es sich allemal.
Anke und Petra stellten ein Wochenende lang spannende Aufgaben.

Sie  wissen schnell, mit wem sie es zu tun haben. Eine weite Markierung über dichtes Gestrüpp tief in den Wald, und es offenbaren sich die Unerschrockenen, die immer mittendurch gehen, die Sensibelchen, die sich im Slalom durch die Dornen schlängeln, und die vielseitig Interessierten, die gern mal eine Schnupper-Runde einlegen. So verschieden die Hunde – und Menschen – so unterschiedlich die Tipps der Trainerinnen, wie dieses oder jenes Problem anzugehen ist. Gepasst hat’s immer.

„Schluss mit Kindergarten“ sagt Anke gern, wenn sie findet, dass man sich mehr zutrauen kann. Heißt: Die Dummys fliegen weit, das Ziel fürs Voran liegt irgendwo in der Ferne, und zur Markierung geht’s einen Steilhang herunter, der manchem Frauchen den Atem stocken lässt.

Der größte Knaller, ganz wörtlich genommen, war der Dummy-Launcher. Ein Gewehr, das in hohem Bogen Leinensäckchen abfeuert – pure Begeisterung bei den  Hunden. Die meisten kannten den Launcher bis zum Seminar nicht. Behutsam führten Anke und Petra ihn ein. „Ich will bloß keine verrückten Hunde bekommen“, warnte Anke zur Vorsicht. Ihre Strategie hat sich bewährt. Keiner fürchtete den Schuss, alle schafften es, brav aufs Kommando für den Apport zu warten. Dass dies klappte, ist auch sportlichen Helfern zu verdanken. Mit etlichen Sprints schafften sie es, tierischen Frühstartern das begehrte Leinensäckchen wegzuschnappen. Respekt!

Bei all dem Lernen kam der Spaß nicht zu kurz. Am Abend saßen die Menschen noch gemütlich im Gasthof zusammen, die Stimmung war durchwegs bestens. Im kühlen Wald half Tee aus der Thermoskanne gegen klamme Finger und ein nettes Miteinander in der Mittagspause gegen aufkommende Müdigkeit. Am Ende stand für jedes Team ein Erfolg. Der eine Hund schafft es endlich, gelassen aufs Start-Kommando zu warten. Der andere hat erst entdeckt, dass die Sache mit dem Dummy-Holen richtig Spaß macht. Und darauf kommt es schließlich an.

Text: Christina Jachert-Maier
©Bilder: Martina Konrad & Lexa Klein v. Wisenberg