Rabea Christmann

Schon als kleines Kind zogen mich Natur & Tiere in ihren Bann. Vor allem unsere vierbeinigen Freunde mit der „kalten Schnauze“ hatten es mir besonders angetan und so durfte auf keinem Großfamilienfoto Barry – der Hofhund meiner Großeltern – fehlen. Auch wenn dieser sehr zu meiner Trauer viel zu weit weg lebte, sammelte ich mit ihm meine ersten Erfahrungen und er war bei all meinen Erkundungen auf und um den Hof meiner Großeltern in den Ferien mein Spielkamerad, Beschützer, Freund etc…

Trotz jahrelangen Bettelns blieb der Traum vom eigenen Hund in weiter Ferne. Wie es der Zufall aber so wollte trat Cora – eine Australien Shepherd Hündin – in mein Leben, die ich über mehrere Jahre nachmittags nach der Schule zum Spazieren gehen abholen durfte. Mit ihr verbrachte ich unzählige Stunden, bis wir leider durch einen Umzug getrennt wurden.

Auf einem dieser Spaziergänge lernte ich einen wundervollen „Cockerspaniel“ kennen, der sich schnell als Flatcoated Retriever Welpe entpuppen sollte – dieser Hund zog mich auf den fortan gemeinsamen Touren mit seiner puren Lebensfreude, seinem Temperament und seinem sanften Wesen in seinen Bann und es stand für mich fest: irgendwann soll es ein schwarzer Flatrüde werden…

Bis dieser Traum wahr werden sollte, vergingen noch etliche Jahre in denen ich meine Liebe zu Hunden mit meiner Pflege-Gordon-Setter-Hündin Alana und in diversen ehrenamtlichen Tätigkeiten mit Hunden ausleben konnte. So engagierte ich mich jahrelang in Tierheimen für die dortigen sogenannten „Ladenhüter“ und wurde Gassigänger auf einem Gnadenhof für alte und nicht mehr vermittelbare Tiere.

Hierbei lernte ich schnell wie viel Spaß Hunden Nasenarbeit macht und wie zufrieden und ausgelastet ein Hund wird, wenn er seine Nase beim Suchen der unterschiedlichsten Gegenstände einsetzen darf.

Schnell faszinierte mich die Königsdisziplin der Nasenarbeit, die Rettungshundearbeit, und ich begann 2002 zunächst ohne eigenen Hund in diesem Gebiet zu arbeiten.

2003 sollte es endlich so weit sein und der lang ersehnte Traum vom eigenen Hund wurde Wirklichkeit. Und nach einigen Umwegen wurde es auch ein schwarzer Flatrüde, Twilight Star’s Jamaica Me Crazy, der mich seitdem auf Schritt und Tritt begleitet und immer dafür sorgt, dass es weder mir noch meinen Kollegen an guter Laune mangelt 😉

Gemeinsam mit ihm bilde ich ein Rettungshundeteam und widme meine Freizeit dem Training und den Einsätzen der Rettungshundestaffel des ASB Ingolstadt.

Zum Ausgleich wird auch das eine oder andere Dummy gesucht, das Bayerische Voralpenland erwandert und der wunderbare Retriever als Familienhund genossen.

Ich wünsche allen Retriever-Begeisterten viel Freude an Ihren Hunden und freue mich auf ein aktives Bezirksgruppenleben im Voralpenland.